Typische Politiker Reaktionen auf München 2016

Es war ja kaum anders zu erwarten, aber die Schnelligkeit mit denen die Politiker auf das Ereignis am 22.07.2016 reagieren hat mich dann doch negativ beeindruckt, und auch auf deren Inhalte. Denn die Inhalte waren vorauszusehen.

Wenn es sich bei dem Ereignis um einen islamistischen Hintergrund gehandelt hätte wüste man genau was wieder von Horsti et al gefordert würde… Strengere Grenzkontrollen mehr Ausländer abschieben und so weiter.

Jetzt bei einem Amoklauf kommen natürlich die gleichen Statements wie immer bei solchen Ereignissen.  Natürlich…

  • mehr Videoüberwachung
  • strengere Waffengesetze
  • Militär im Inneren einsetzen
  • Schuld sind Ballerspiele.

Alles Aussagen die keine weiteren Kosten verursachen, denn vor einem haben die Politiker Angst und das sind die Erhöhung der Abgaben sprich Steuern.

Aber sein wir mal ehrlich…

  • Mehr Videoüberwachung wird kein Amoklauf verhindern. Gut man kann nachher die Videos auswerten aber dann hat der Amokläufer schon etliche Opfer getötet.
  • Strengere Waffengesetze? Bitte was soll denn da noch verschärft werden? Der Typ hatte eine illegale Waffe. Da helfen strengere Waffengesetze kaum weiter.
  • Ballerspiele oder FPS haben natürlich eine Mitschuld an den Ereignissen. Denn bei den Millionen von Spielern werden diese durch die Spiele so stark zum Amoklauf konditioniert das sicherlich wieviel von den Spielen Amok laufen? Ein Prozent oder doch nur 0,5 %? Ich kenne die Zahl nicht aber in den letzten Jahren sind in Deutschland nicht besonders viele Amokläufe passiert. Und im Gegensatz zu anderen Ländern sind die meisten FPS eh erst ab 18 Jahren. Wenn die Eltern dann keine Lust haben die Kinder zu kontrollieren was diese spielen ist dies kein Problem der FPS.
  • Militär im Inneren. Meine Lieblings Forderung nach solchen Ereignissen. Jahrelang haben die Politiker die Streifenpolizei zurückgefahren, weil zu teuer und man damit keinen Blumentopf bei den Wählern gewinnen kann. Nun erkennen die Politiker, dass man durch das viele Sparen in dem Bereich doch zu wenig Streifenpolizisten hat. Die Lösung der Politiker – MILITÄR – die werden ja eh bezahlt, dann sollen sie auch was dafür machen. Das Militär soll dann das Ausbaden was die Politiker uns eingebrockt haben. Das ist meines Erachtens der völlig falsche Ansatz. Das Militär hat in Deutschland, nach den Erfahrungen der Geschichte, im Inneren nichts verloren. Das war, ist und sollte nur ein Spielplatz der Polizei sein. Natürlich sind mehr Streifenpolizisten nicht für lau zu bekommen. Das wird teuer – richtig teuer! Die Politiker sollten das dem Wähler auch offen so sagen. Aber leider hat der Wähler nur eine kurze Aufmerksamkeitsspanne. In zwei bis drei Wochen werden die Ereignisse wieder vergessen sein und wenn dann Horsti et al sagen würden, dass die Steuern für mehr Sicherheit durch Streifenpolizisten erhöht werden, würden die Wähler einen Shitstorm auslösen und sie nicht mehr wählen. Ich kann daher Politiker verstehen, dass sie dann lieber die obigen Forderungen machen. Die kosten halt nichts oder wenig.
  • Für mich aber führen nur mehr Streifenpolizisten zu mehr Sicherheit und DAS sollten dann auch alle Steuerzahler durch eine Zweckgebundene Steuererhöhung auch bezahlen. Und anfangen mit mehr Streifenpolizei sollte man dort wo größere Menschenansammlungen zu erwarten sind.

Wenn ich mich so meine Jugend Anfang der 1980er Jahre erinnere, hatte die kleine Ortschaft mit 4000 Einwohnern eine kleine Inspektion und die beiden Polizisten wohnten auch in der Ortschaft. Die kannten sich somit gut aus und wussten sofort wo die Straße ist zu denen sie hinmussten. Auch kannten die Einwohner (Alte und Junge) die Polizisten und umgekehrt. Daher war ein weglaufen zwecklos. Heute rückt ein Streifenwagen aus der Kreisstadt an und wenn man Glück hat kennt sich die Besatzung einigermaßen gut aus. Aber keiner der Einwohner kennt die Polizisten und umgekehrt da sie ständig wechseln. Damit macht heute das Weglaufen wieder Sinn.

Eins zum Schluss. Ich bin natürlich gänzlich gegen die Hilfspolizei die zurzeit überall entstehen. Wo sich dann Blockwarte in kurzer „Ausbildung“ aufschwingen können mit scharfen Waffen rumzurennen und Leute zu schikanieren. Wenn das Hantieren mit Waffen und Gesetzte so einfach ist warum werden dann Polizisten mehre Jahre ausgebildet und nicht nur drei Monate? Nein, auch hier geht es nur darum, dass der gemeine Politiker kein Geld für komplett ausgebildete Polizisten ausgeben will.

-Crux